Letzten Monat hat die Luzerner Stadt­re­gierung bekannt gegeben, dass sie die Initiative “Kein Diskus­si­ons­verbot — Parkhaus Musegg vors Volk” ablehnt.(zentralplus) Im Bericht und Antrag zur Attrak­ti­vierung der Innen­stadt favori­siert der Stadtrat einen Carhub auf der Allmend gegenüber dem privat finan­zierten Musegg-Parking.

 

Die Baukom­mission des Stadt Luzerner Parla­ments hat diesen Entscheid in Frage gestellt, und den Bericht des Stadt­rates zur Überar­beitung zurück­ge­wiesen. Heute wurde bekannt, dass der Stadtrat dieser Empfehlung nicht folgen will, und die Vorlage Ende Juni in der jetztigen Form im Grossen Stadtrat behandelt werden wird. (zentralplus)

 

Erst vor zwei Tagen wurde eine neue Studie veröf­fent­licht, die aufzeigt, wie wertvoll Gruppen­rei­sende Car-Touristen für die Stadt Luzern sind. Von der Wertschöpfung von 403 Millionen Franken wurden letztes Jahr 224 Millionen Franken alleine am Luzerner Schwa­nen­platz umgesetzt. Ausserdem schafft der Gruppen­tou­rismus über 1’000 Arbeits­plätze in der Stadt Luzern.(Luzerner Zeitung) Abgesehen von diesen wirtschaft­lichen Vorteilen, ist der Tourismus auch ein wichtiger Teil des Selbst­bildes und der Identität der Stadt Luzern.

 

Viele Gruppen­rei­sende haben einen Aufenthalt von nur wenigen Stunden in der Stadt. Werden sie nun gezwungen, von der Allmend her mit dem öffent­lichen Verkehr anzureisen, wird nicht nur der Bahnhof Luzern massivst mehrbe­lastet, sondern es besteht auch die Gefahr, dass die Reise nach Luzern sowohl für Gruppen­rei­sende, wie auch für Car-Unter­nehmen wesentlich unattrak­tiver wird. Vor diesem Hinter­grund ist der Entscheid des Luzerner Stadt­rates völlig unver­ständlich. Die Initiative “Kein Diskus­si­ons­verbot — Parkhaus Musegg vors Volk” wird voraus­sichtlich im Semptember vor das Luzerner Stimmvolk kommen. Die JFSLU werden sich mit vollstem Einsatz dafür engagieren, dass die Option eines Musegg-Parking weiterhin geprüft werden darf, und die Stadt Luzern attraktiv bleibt für Bewohner, Arbeit­geber, und Touristen.

 


Salomé Walthard, Vorstands­mit­glied Jungfrei­sinnige Stadt Luzern

 

Kategorien: Politik

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